Deutschland und die Tschechen
Ferdinand Seibt
2. Auflage, 1995, Piper
In seinem Buch "Deutschland und die Tschechen" beschreibt Ferdinand
Seibt den historischen Entwicklungs- und Verknüpfungsprozess der
Nachbarländer Deutschland und Tschechei.
Der Zerfall der Ostblockländer
und die Grenzöffnung bieten dabei Rahmenthemen, die auf eine
tausendjährige wechselseitige Beziehung verweisen. Die lange Tradition
des kulturellen, und wirtschaftlichen Austausches werden ebenso angesprochen
wie Rivalitäten und Konflikte, die die deutsch - tschechischen
Beziehungen prägten. Mit ein paar Thesen über "eine merkwürdige Nachbarschaft"
beginnt Seibts Buch und führt über das erste Jahrtausend sowie das
Mittelalter bis zur Gegenwart. Im letzten Abschnitt wirft der Autor,
welcher Professor an der Ruhr - Universität in Bochum ist und
Spezialist auf dem Gebiet der deutsch - tschechischen Geschichte, die Frage
auf, in wieweit wir uns in der Gegenwart auf eine neue Nachbarschaft mit
der Tschechei zubewegen. Die Frage der Sudetendeutschen steht im
Vordergrund, aber auch der Deutsche als Nachbar. Wie sieht er aus
der tschechischen Perspektive aus?
Zahlreiche Literaturhinweise, Karten im Einband des Buches,
sowie ein umfassendes Personen- und Ortsregister vervollständigen Seibts
Buch. Neben einer Neubestimmung der deutsch - tschechischen
Verhältnisse weist der Autor zudem auf aktuelle Diskussionen der
Gegenwart hin.
Insgesamt ein detailliertes, interessantes Werk in dem neue Aspekte
der deutsch - tschechischen Beziehungen angesprochen und aufgegriffen werden.
N.Arendt, Lehramt Deutsch/ Geschichte, TU Dresden
Bestellinfos bei: Amazon.de - JPC - 2. Hand