- Neurosenlehre, Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin
S.O. Hoffmann, G. Hochapfel
5. Auflage, 1995, Schattauer: Stuttgart-New-York
In diesem Taschenbuch führen die Autoren durch das weite Feld der Psychosomatik und
konzentrieren sich dabei auf die psychoanalytische Theorie. Es ist deshalb nur zu empfehlen,
wenn man an einer Universität mit enprechend ausgerichteter Lehre studiert. In diesem Fall
kann das Büchlein zur Vorbereitung auf Klausuren oder für die mündliche Prüfung nützlich sein.
Die tiefenpsychologischen Ansätze der Neurosenlehre werden schlüssig dargelegt und mit
zahlreichen klinischen Beispielen untermalt. Dies nimmt beinahe die Hälfte des Buches in
Anspruch. Anschließend wird sich, wieder von der psychoanalytischen Sichtweise her, den
psychosomatischen Krankheiten genähert. Man erfährt etwas über diverse Erklärungsmodelle für die
Entstehung dieser Störungen. Im nächsten Kapitel werden dann die einzelnen Krankeitsbilder und
die zugrundeliegenden Konflikte besprochen. Für die Darstellung der Therapiemethoden bleibt
dann nur noch wenig Raum. Sozialmedizinische Themen, die in diesem Zusammenhang ebenfalls
von Interesse wären, werden nur kurz berührt.
Lobenswert sind die Bemühungen, die Sachverhalte nicht nur in der eigenen abstrakten
Terminologie aufzuzählen, sondern zusätzlich in einer allgemein verständlichen Sprache zu
beschreiben. Der Stil erlaubt flüssiges Lesen ist aber zum schnellen Erfassen der
wichtigsten Sachverhalte viel zu weitschweifig. Die wenigen Abbildungen und Tabellen
sind keine besondere Hilfe. Gelungen ist dagegen das Literaturverzeichnis, welches ausführlich
und gut gegliedert ist. So erleichtert es die weitergehende Informationsbeschaffung zu
einem Thema von besonderen Interesse.
D.Steinbach, Humanmedizin, FSU Jena
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