Schreiben fürs Hören
Stefan Wachtel
1. Auflage, 1997, UVK Medien
Ob Gesprochenes im Radio oder Fernsehen von den Rezipienten
verstanden wird, hängt nicht nur von der Präsentation, sondern vor allem
von den Texten ab denn wie die geschrieben werden, so werden sie auch
präsentiert. Deshalb ist gerade für Anfänger, wenn die Präsentation noch
nicht perfekt sitzt, ein gutes Manuskript wichtig, daß das Zuhören und
vor allem das Verstehen ermöglicht.
In seinem durchdachten und klug aufgebauten Buch gibt Stefan Wachtel
dazu wertvolle Tips. Zunächst vergleicht der Autor mündliche Sprache und
Schriftlichkeit und erklärt dem Leser die wichtigen Unterschiede. Daraus
leitet Wachtel Regeln und Methoden für ein kreatives und
hörverständliches Schreiben ab: Er erläutert, weshalb in Hörfunk und
Fernsehen der Nominalstil ungeeignet ist, warum Passivsätze durch aktive
Formulierungen zu ersetzen sind und welche Zeitformen für Manuskripte
geeignet sind. Zudem gibt Wachtel sinnvolle Hinweise, wie Journalisten
mit Problemfällen, wie etwa Zahlen hörverständlich umgehen können.
Durch seinen umfangreiche Beispielsammlung trägt "Schreiben fürs Hören"
Werkstattcharakter: Zahlreiche Orginaltexte, die der Sprecherzieher aus
verschiedenen Rundfunkanstalten im deutsprachigen Raum zusammengetragen
hat, sind nach journalistischen Gernes in Hörfunk und Fernsehen
geordnet. Dadurch wird ein ganz gezieltes Schreibtraining für den Leser
ermöglicht.
Zusätzlich beschreibt Wachtel die Grundlagen zum richtigen, das heißt
hörgerechten Sprechen. Alles in allem ist dieses Buch eine sinnvolle
Ergänzung des Bands Sprechen und Moderieren in Hörfunk und Fernsehen
vom gleichen Autor.
M.Mair, Journalistik / Chemie, Uni Leipzig
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