Histologie: Zytologie, Allgemeine Histologie, Mikroskopische Anatomie
Werner Linß, Jochen Fanghänel (Hrsg.)
1. Auflage 1998, de Gruyter
In 15 Kapiteln handeln die Autoren die gesamte Bandbreite der
in den histologischen Praktika vorgelegten
Präparate ab und bieten in präzisen, knapp gehaltenen Texten
alles, was zum erfolgreichen Lernen und Erkennen
notwendig ist: Embryologie, Funktion, Form, Bau,
Differentialdiagnose und Praxishinweise.
Die einzelnen Abschnitte
der Kapitel sind intelligent voneinander getrennt und ermöglichen
somit zu jedem Themenkomplex das schnelle
Auffinden der benötigten Informationen. Über 200 schematische
Abbildungen, Diagramme und Tabellen unterstützen
das didaktische Konzept.
Die Arbeit mit dem Buch führt zu schnellen Erfolgserlebnissen, da
die Kapitel sehr präzise und einprägsam
geschrieben sind. Die zahlreichen Querverweise und klinischen
Bezüge ermöglichen dem oder der Interessierten
ein intensives Studium, schnelles Wiederholen und Nachschlagen
ist jedoch ebenso gut möglich. Die Orientierung
am GK ist gut, die funktionellen und histophysiologischen Aspekte
wichtiger Themenkomplexe werden ausführlich
behandelt, Details aber nicht vernachlässigt.
Zum Lernen ist ein Atlas der Histologie und Mikroskopischen
Anatomie ist jedoch unabdingbar, denn das Buch
bietet nur schematische Abbildungen. Die zeigen alle wichtigen
Strukturen und Details, eine Diagnose von
Präparaten ist so aber nur sehr schwer möglich, zumal das
Lehrbuch nur zweifarbige Schemata bietet.
Als besonders gelungen empfand ich das einführende Kapitel über
licht-, elektronenmikroskopische und
histologische Techniken, das einen generellen Überblick über die
Herstellung der Präparate gibt und
sowohl die gängigen Färbetechniken als auch wichtige
Spezialfärbungen erläutert, da die Färbung oftmals
schon Hinweise zur Diagnose bietet, wenn man sie deuten kann.
H. Lemm, Humanmedizin, MLU Halle
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