Physiologie des Menschen
Schmidt/ Thews
27. Auflage, 1997, Springer
Das 889 Seiten starke Lehrbuch der Physiologie gliedert sich in 8
Themenschwerpunkte und insgesamt 38 Kapitel.
Jedes Kapitel beginnt mit einer Einleitung, die Aufschluß über die Historie
des zu behandelnden Stoffes gibt.
Ferner wird jeder Schwerpunkt oder Fachbegriff fettgedruckt und kann über das
umfangreiche Stichwortverzeichnis nachgeschlagen werden, was für Lernzwecke
unerläßlich ist.
Im Anschluß daran, findet sich meist eine kolorierte Zeichnung oder Tabelle.
So finden sich summa summarum 626 Abbildungen (vierfarbig) und 100 Tabellen.
Im folgenden gebe ich die 8 Themenscherpunkte an, auf denen das Buch beruht:
Zuerst wird die allgemeine Physiologie der Zelle und die interzelluläre
Kommunikation, also die Verbindung der Zellen, besprochen, bevor noch im
speziellen auf die Muskelphysiologie eingegangen wird.
Dann werden die Integrativen Leistungen des Nervensystems besprochen, wobei
hierbei Schwerpunkte auf die Gehirntätigkeiten gelegt werden.
Gefolgt wird dieser Abschnitt von der Allgemeinen und speziellen
Sinnesphysiologie.
Man stellt daraufhin die neuronale und humorale Steuerung in unserem Körper
in 3 Kapiteln dar.
Zentrale Themen wie die Funktionsweisen der Herzmechanik und des
Blutkreislaufes und daraufhin der Atmung werden sehr ausgiebig erklärt.
Der folgende Teil widmet sich dem Energiewechsel, so z.B. dem Wärmehaushalt.
Abschließend werden sehr prüfungsrelevante Themen, wie die Nierenfunktion und
der Wasser-und Elekrolythaushalt in dem Schwerpunktgebiet der Stoffaufnahme-
und Ausscheidung in Angriff genommen und gut „rübergebracht“.
Auch in bezug auf die späteren klinischen Semestern ist das Buch nur zu
empfehlen, da es mit zahlreichen Verweisen Bezug auf selbige Themen nimmt.
Da die Physiologie ein Fach darstellt, indem praxisbezogenes Denken
erforderlich wird, ist diese Buch ein absolutes Muß für jeden Mediziner.
Das in der Materie viel benutzte WIE funktioniert etwas, wird weitesgehenst
beantwortet.
Ein einziges erwähnenswertes Manko ist die Tatsache, das viele Fakten in der
kleingedruckten Passagen leider nicht trivial sind, sondern oftmals absolut
prüfungsrelevant, so das die Frage bleibt, warum man sie nicht mehr
hervorhebt, da sie so nicht so leicht überlesen werden können.
T.Vinzelberg, Humanmedizin, Universität Rostock
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