Lineare Algebra
Gerd Fischer
11. Auflage, 1997, Vieweg Verlag
Fischer ist der "absolute" Klassiker unter allen
Lineare Algebra-Bücher für Mathematiker und Physiker.
Er richtet sich an Anfänger und vermittelt das
Grundwissen fuer alle weiteren Studien in der Mathematik.
Nicht nur zum Vor- und Nachbereiten der Anfängervorlesung,
sondern auch für die Vordiploms-Vorbereitung ist das Buch
hervorragend geeignet.
Es ist in sich selbst abgeschlossen, gut geschrieben und
oftmals thematisch motiviert.
Es enthält ebenfalls einige Aufgaben, die in einem
getrennten Aufgabenbuch gesammelt und gelöst sind (von
Griese/Stoppel, ebenfalls im Vieweg-Verlag erhältlich).
Zunächst wird das Studium der linearen Algebra durch
Lösen von Linearen Gleichungssystemen motiviert. Dann
werden die wichtigsten Grundbegriffe auf abstraktem Niveau
eingeführt, wie z.B. Gruppen, Ringe, Vektorräume. Alsdann werden
ausführlich lineare Abbildungen zwischen Vektorräumen betrachtet,
wobei der Zusammenhang zwischen Abbildungen und Matrizen
herausgearbeitet wird - dies stellt das Herzstück der linearen
Algebra dar. Der unentbehrliche Begriff der Determinante wird
dann in axiomatischer Form eingeführt und vollständig (d.h.
Existenz und Eindeutigkeit) bewiesen.
Der Eigenwertproblematik wird ebenfalls ein eigenes Kapitel
gewidmet, wobei hierbei ebenfalls der vollständige Beweis der
Existenz der Darstellung einer Matrix in Jordanscher Normalform
(Hauptraumzerlegung) gegeben wird.
Schliesslich werden noch (getrennt) euklidische, d.h. reelle,
und unitäre, d.h. komplexe, Vektorräume, versehen mit einem
Skalarprodukt behandelt - wobei Bilinearformen, orthogonale bzw.
unitäre und selbstadjungierte Endomorphismen untersucht werden.
In einem eigenen Kapitel werden die oftmals stiefmütterlich
behandelten Themen des Dualraumes und des Tensorproduktes besprochen
und in diesem Zusammenhang die Theorie der multilinearen Algebra
dargestellt.
A. Demircioglu, Mathematik, BUGH Wuppertal
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Wie andere Bücher aus der "vieweg studium" Reihe präsentiert sich auch
"Lineare Algebra" kleinformatig (kleiner als DIN A5) und mit lediglich 360 dichtbedruckten
Seiten. Der Autor bringt in diesem Buch dann auch den kompletten Stoff der Vorlesung
Lineare Algebra des Mathematikgrundstudiums unter. Stark komprimiert werden alle wichtigen
Definitionen, Sätze und Beweise aufgeführt. Um den Stoff in dem kleinen Buch unterzubringen
wird konsequent auf ausschweifende Begleittexte und überflüssige Erklärungen verzichtet. Das
macht dieses Buch für ein Selbststudium wenig empfehlenswert.
Das Buch beginnt mit dem nullten Kapitel (typisch Mathematiker), einer
Einführung in das Konzept n-dimensionaler Räume. Die folgenden Kapitel behandeln Themen
wie Grundbegriffe der linearen Algebra, lineare Abbildungen, lineare Gleichungssysteme,
Determinanten, Diagonalisierung, Trigonalisierung, Endomorphismen, euklidische und
unitäre Vektorräume, Dualräume und Tensorprodukte. Der Anhang enthält Kapitel
mit algebraischen Hilfsmitteln.
Für Studienanfänger, an die sich das Buch wendet, ist es teilweise
schwer zu verstehen.
Man muß sich durch dieses Buch durcharbeiten. Hat man den Stoff erst
einmal verstanden, läßt sich das Buch für Prüfungsvorbereitung oder als Nachschlagewerk
nutzen. Im Gegensatz zu früheren Auflagen enthält die aktuelle Auflage auch Übungsaufgaben, die einen
Anhaltspunkt geben, wie gut man den Stoff schon verstanden hat. Das Stichwortverzeichnis ist nicht
allzu ausführlich, aber ausreichend.
Nicht zuletzt durch den kleinen Preis lohnt sich die Anschaffung dieses
Buches in jedem Fall.
S.Meyer, Wirtschaftsmathematik, TU Berlin
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