Verwaltungsrecht für die soziale Praxis
Papenheim, Baltes, Tiemann
14. überarbeitete Auflage, 1998, Verlag Recht für die soziale Praxis
Das Buch "Verwaltungsrecht für die soziale Praxis" eignet sich sowohl als
Begleitliteratur zur Vorlesung als auch zum Eigenstudium. Mit ausführlichen
Erklärungen und vorallem vielen Beispielen aus der sozialen Praxis bringt
das Werk den Stoff näher.
Der Aufbau des Buches ist nachvollziehbar und logisch. Begonnen wird bei
den verfassungsrechtlichen Grundlagen der Sozialordnung, dem folgen
Beispiele aus der sozialen Arbeit. Weiter über den Gesetzesvollzug durch
die öffentliche Verwaltung tastet sich der Leser langsam in der oft völlig
unbekannten Materie vor. Der oft recht trockene Stoff des
Verwaltungsrechtes wird von Anfang an mit Hilfe vieler guter Beispiele
erklärt. Auch die Kapitel sind in sich logisch aufgeteilt, man ist selten
am Blättern. Der Lesefluß it gut. Auch greifen die Autoren auf Graphiken
und Übersichten zurück, viele Zusammenhänge werden so deutlicher.
Zu kritisieren ist, daß Themen oft uferlos wirken und man so schlecht die
tatsächliche Relevanz in der Praxis einschätzen kann. Auch ist es mitunter
schwer, allein mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses die genaue
Themenstellung des jeweiligen Abschnittes zu erkennen. So muss man bei
Bedarf doch mehrere Kapitel anlesen, bevor man das Gesuchte gefunden hat.
Das Buch ist mittlerweile schon in der 14. Auflage erschienen. Trotzdem
findet man Druck und Formatierungsfehler, sowohl im Inhaltsverzeichnis, als
auch im Buch selber, was neben dem schlechten Eindruck einfach schlichtweg
die Übersichtlichkeit stark einschränkt.
Im Allgemeinen kann ich das Buch aber empfehlen, auch weil vergleichbare
Literatur für das Sozialwesen fehlt.
Studentin der Sozialpädagogik, Katholische Fachhochschule Köln
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